Nachlese: Mobilität anders denken

„Mobilität anders denken“ – am 8. Mai von 11:30 Uhr bis 19:30 Uhr hatten alle interessierten BürgerInnen und UnternehmerInnen bei unserem treffpunkt VorOrt die Gelegenheit, sich zu informieren, klimafreundliche Fahrzeuge auszuprobieren, ihre Wünsche und Ideen für den Stadtteil Waagner-Biro einzubringen. Zum Abschluss eines bunten Tages wurden zahlreiche Preise unserer PartnerInnen und SponsorInnen verlost.
Am Donnerstag, den 08. Mai, haben wir eine Reihe von lokalen Initiativen, Unternehmen und Institutionen rund ums Thema urbane Mobilität bei unserem treffpunkt VorOrt begrüßt – darunter auch BikeCityGuide mit ihrem „Finnder“, der Routenberechnung des fahrradfreundlichsten Weges, carsharing24/7, die Fahrradregistrierungsdatenbank FASE24, Mobil Zentral, die Fahrradkuriere Pink Pedals sowie die Verkehrsabteilung der Stadt Graz mit vielen Informationsmaterialien.

Mobil auf zwei Rädern oder mehr

Unsere insgesamt rund 130 BesucherInnen hatten durchgehend die Möglichkeit mit unterschiedli-chen Fahrzeugen ihre Runden auf unserer Teststrecke zu drehen, z.B. mit einem Lastenfahrrad von pro mente Steiermark, verschiedenen e-Bikes der e-Mobility Graz GmbH und eRIDE, elektrischen Motocross Bikes von EMX-Bike oder Elektrorollern von Kienzer&Köllich. Alle, die sich lieber auf mindestens vier Rädern fortbewegen, konnten ein Elektro-Auto sowie den Hybrid-Bus der e-Mobility Graz GmbH oder das elektronische Kommunalfahrzeug ELI der Hans Höllwart – For-schungszentrums für integrales Bauwesen AG (fibag) näher begutachten.

Angebote für Groß und Klein

Wer genug Runden gedreht hat und danach noch gerne selbst Hand anlegen wollte, hatte bei der Fahrradreparaturwerkstatt mit Hans Pauer von Rebikel Gelegenheit dazu und konnte Tipps und Tricks vom Profi erfahren. Auch dem Team von pro mente Steiermark konnte man während kleine-rer Reparaturen bei ihrer mobilen Werkstatt über die Schulter schauen oder auf ihrem Nostalgie-Flohmarkt Wertvolles und Altes aus vergangenen Tagen aufstöbern. Bei unseren jüngeren Gästen war ebenfalls für Unterhaltung gesorgt: die Radlobby ARGUS war mit einem eigenen Parcours für Kinder vertreten, der ständig befahren wurde, sowie fahrradspezifischen Malvorlagen. Alle, die eine kleine Erinnerung mit nach Hause nehmen wollten, konnten sich ihren eigenen Button basteln.

Ideen für den Stadtteil Waagner-Biro

In den kommenden Jahren wird sich einiges im Stadtteil Waagner-Biro tun. Gemeinsam mit ExpertInnen der Stadt Graz, der Holding Graz, der TU Graz und der FH Joanneum haben der Bezirksvor-steher Wolfgang Krainer und der Bezirksvorsteher-Stellvertreter Otto Trafella sowie VertreterInnen des Jugendzentrums EggenLend und der anwesenden Initiativen über die Mobilität der Zukunft, Mobilitätswünsche, Bedürfnisse und Vorstellungen diskutiert. Das gesamte Gespräch können Sie hier nachhören.
Im Anschluss daran wurden in der letzten Abendsonne bei guter, kulinarischer Versorgung vom Bauernstand Greimel und Brezen der lokalen Konditorei Klescher die Preise unseres Gewinnspiels verlost: Smartphone-Halterungen „Finn“ von BikeCityGuide, Gutscheine für Fahrradregistrierungen von FASE24, Gutscheine von pro Mente Steiermark, eine Wochen- und eine Monatskarte sowie zwei e-Bike-Wochenenden für jeweils 2 Personen von der e-mobility Graz GmbH und ein Kinder-fahrrad von Rebikel. Wir gratulieren allen GewinnerInnen herzlich und bedanken uns bei allen für das große Interesse!

 

Schauen Sie wieder rein. Hier finden Sie bald noch mehr!

Mobilitätstag_Sammlung

BikeCityGuide ist ein vor drei Jahren von Fahrradboten gegründetes Start-Up, das sich zum Ziel gesetzt hat, mehr Menschen fürs Fahrrad zu begeistern und Orientierung und Sicherheitsgefühl beim Radfahren zu stärken. Die eigens entwickelten technologischen Lösungen Finnder (www.finnder.org), ein online Radroutenplaner und BikeCityGuide (www.bikecityguide.org), eine Smartphone-App für urbane Radler, sind in Graz kostenlos. Die App bietet einen Offline-Routenplaner mit präzisen Sprachansagen und Fahrtenaufzeichnung, die Halterung „Finn“ (www.getfinn.com) aus Silikon – made in Austria – befestigt jedes Smartphone einfach und sicher am Fahrradlenker.

“Smarte Mobilität: Für mich bedeutet smarte Mobilität, für sich selbst die einfachste und gemütlichste Lösung zu finden um von A nach B zu kommen. Dies schließt keine Art der Fortbewegung aus, solange man den Nachhaltigkeitsgedanken im Hinterkopf behält. Persönlich hat sich für mich das Fahrrad als optimales Transportmittel herauskristalisiert, da ich schnell und unkompliziert alle Orte damit erreichen kann.”

Kerstin Oschabnig (Projektmanagerin, BikeCityGuide Apps GmbH, k.oschabnig@bikecityguide.org)

Die IBIOLA Mobility Solutions GmbH (IMS) widmet sich innovativen Mobilitätslösungen und ist das österreichische Pionierunternehmen für privates und lokales Carsharing.
Mit »carsharing24/7« wird Österreichs erste und einzige Plattform für Carsharing unter Privatpersonen betrieben. Unter dem Motto „Nutzen statt besitzen“ teilen sich rund 5.000 registrierte Nutzer*innen in der Carsharing Community über private 400 Fahrzeuge. Die Autos werden so effizienter genutzt, Mobilitätskosten reduziert und Ressourcen geschont.
»ibiola« ist die schlüsselfertige Komplettlösung für lokales Carsharing und wird bereits in Gemeinden und Wohnanlagen erfolgreich eingesetzt. Das Carsharing-System wird vor Ort aufgebaut und umfasst die komplette Hard- und Software Infrastruktur zur einfachen Abwicklung. Carsharing stärkt die regionale Mobilität, fördert die Abkehr vom Zweitfahrzeug und schont damit die Umwelt.

und Ressourceneffizienz, bieten Möglichkeiten für mehr Freiraum und tragen dazu bei, ein Transportmittel bewusster zu wählen. Damit steigt auch die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Es werden aber auch mehr Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt.”

Mag. Robert Reithofer (Geschäftsführung, r.reithofer@ibiola-mobility.com, www.carsharing247.at)

Der Studiengang Energie-, Verkehrs und Umweltmanagement (Bachelor) bzw. Energy and Transport Management (Master) ist ein Studiengang der FH JOANNEUM in Kapfenberg. Die Studiengänge bilden Wirtschaftsingenieure mit breitem Grundlagenwissen in den Bereichen Energie, Verkehr, Umwelttechnologien sowie Wirtschaft aus. Diese breite Ausbildung ermöglicht Arbeitsplätze in vielen Bereichen der Wirtschaft.

“Smarte Mobilität ist eine nachhaltige Mobilität in welcher die Bedürfnisse aller Personen der Bevölkerung berücksichtigt werden. Hierzugehören nicht nur AutofahrerInnen sondern auch Kinder, Jugendliche, Personen mit besonderen Bedürfnissen und aus allen Schichten sowie RadfahrerInnen und Füßgänger. Smarte Mobilität ermöglicht auch Nutzung der Flächen für viele Bedürfnisse und nicht nur für den Verkehr.”

Prof. (FH) DI Hans-Georg Frantz MPBL (hans-georg.frantz@fh-joanneum.at, www.fh-joanneum.at/EVU)

Die Zusammenkunft mit einem Radbegeisterten aus der Schweiz gaben Johannes und seinem Geschäftspartner Karl den Ansporn an ihrem eigenen Konzept hierfür zu arbeiten. Ein effizientes und gleichzeitig umweltfreundliches Lifestyleprodukt, welches der Markt in dieser Form noch nicht bietet. Gedacht, getan. In gerade einmal drei Monaten entwarfen sie das Grundkonzept für ihre verrückte Idee: eine Elektromotocross-Variante auf Basis eines klassischen Fahrrades, ohne Tretunterstützung – das des weltweit einzigartigen EMX-Bikes. Die Einzelteile für den ersten Prototyp wurden in Österreich per Hand gefertigt und einige Kleinteile zugekauft. Lieferadresse war eine kleine unbedeutende Garage südlich von Graz. In dieser Garage wurde geschraubt, geschweißt und geschlafen. Unermüdlich und von vielen begeisterten Rückmeldungen angetrieben, arbeiteten Johannes und ein Freund an der Fertigstellung des Prototypen. Bis letztendlich Ende 2010 das erste fahrtüchtige und allen Ansprüchen gerecht werdende EMX-Bike auf zwei Rädern stand.

“Meine Idee der Mobilität: geräuschlose, abgasfreie und umweltschonende Fortbewegung. Wichtig ist für mich die laufenden Betriebskosten für mein Fortbewegungsmittel so niedrig wie möglich zu halten, da in Zukunft die laufenden Kosten für unser Leben immer stärker in den Vordergrund rücken. Wenig Ressourcen bei der Produktion verbauen und so gut es geht die Produkte reparieren Beziehungsweise, zerlegen und neu verwerten.”

“Smarte Mobilität: mit dem geringsten Aufwand an Kosten und mit geringster Umweltbelastung, jederzeit mobil zu sein. (Kombination aller erdenklichen Transportmittel, mit dem Wissen sie nicht Besitzen zu müssen…… sondern sie Nutzen zu dürfen).”

Karl Maier (geschäftsführender Gesellschafter und als Key Account  Manager in unserer GmbH, www.emx-bike.com , karl@emx-bike.com)

Die e-mobility Graz GmbH steht für die Modellregion Elektromobilität Großraum Graz. Diese ist eine von insgesamt acht Modellregionen österreichweit. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf systemischen Lösungsansätzen für urbane Mobilität, verbunden mit der Optimierung des Gesamtverkehrssystems unter möglichst effizienter Einbindung von Elektromobilität. Eine wesentliche Aufgabe ist die Förderabwicklung für Private und Gewerbetreibende, um damit E-Mobilität in den allgemeinen Fokus zu rücken und leistbarer zu machen.

“Mobilität bedeute sich flexibel, möglichst schnell und unkompliziert zu bewegen. Wir leben in einer Zeit in der Mobilität nachhaltig sein soll und nicht zu Lasten anderer gehen darf. Nachhaltige Mobilität  soll unsere Umwelt, ob durch Abgase oder Lärm nicht belasten und auch in den Kosten möglichst effizient sein. Ob sich die Elektromobilität auf unseren Straßen durchsetzen wird ist heute noch schwer zu beurteilen. Wovon wir aber überzeugt bin ist, dass Mobilität neue Formen annimmt. Der Alltag wird sich dadurch nicht wesentlich verändern, weil innovative Antriebstechnologien, unterstützt durch smarte Informations- und Kommunikationstechniken eine einfache und bequeme Nutzung garantieren werden. Diese intelligenten und nachhaltigen Mobilitätslösungen werden vor allem aber mehr Lebensqualität in den Städten schaffen. Durch ein erweitertes ÖV-Angebot in Kombination von  Elektromobilität können wir in Graz neben der Feinstaub- und CO2-Belastung u.a. auch Lärm und die Verkehrsbelastung allgemeinen reduzieren.”

Marie-Therese Stampfl (Managementeinheit Marketing, Kommunikation, Vertrieb; marie-theres.stampfl@holding-graz.at, www.holding-graz.at, www.emobility-graz.at)