Übersicht der Projekte in der My Smart City

Dort, wo früher das alte Industrieviertel Waagner-Biro lag, rund um die heutige Helmut List Halle, soll die erste Smart City in Graz enstehen: Ein vernetztes Wohn-, Arbeits-, Einkaufs-, Kultur- und Freizeitviertel mit einer qualitativ hochwertige Baukultur und nachhaltigen Gebäuden.

Städtebaulicher Wettbewerb My Smart City Mitte & Nord

Areal: My Smart City Graz Mitte & Nord
Auslober: AVL List und Raiffeisen Landesbank Steiermark in Kooperation mit der Stadt Graz
Siegerprojekt: Büro Nußmüller Architekten ZT GmbH, Graz

Die fließende Landschaft bildet einen wesentlichen Bestandteil des Entwurfs von Nussmüller Architekten. Sie variiert in der Höhe, fließt durch die Bebauungen hindurch, öffnet deren Innenbereiche und verbindet somit die unterschiedlichen halböffentlichen und öffentlichen Bereiche. Auf diese Weise entsteht ein großzügiger, durch das gesamte Areal laufender Naturraum, erklärt Architekt Stefan Nussmüller. Zwei Einheiten ruhen auf dieser belebten Landschaft. Diese erzeugen städtische Quartiere von hoher Dichte, bei maximaler Großzügigkeit, Durchlässigkeit und Aussicht. Alle Wohnungen profitieren von den grünen Höfen. Das Niveau der Gebäude ist um sechs Meter angehoben.

Es werden hochqualitative Wohnungen geschaffen, indem sämtliche Wohnzonen zu ruhigen Bereichen hin orientiert sind und eine Solarwand sowie eine zur Bahn hin orientierte Photovoltaik-Fassade gleichzeitig auch einen geschützten Bereich entstehen lassen. „Im Übergang zu Science Tower und Helmut List Halle entsteht außerdem ein großzügiger urbaner Platz als Entrée zum Gebiet mit Gastromeile und Büroflächen“, so Nussmüller.

NUSSMÜLLER

Abbildung Nussmüller Architekten

Architekturwettbewerb My Smart City Süd

Baukünstlerischen Architekturwettbewerb für die My Smart City Süd, das sowohl Nahversorgung, Wohnen und Dienstleistungen beheimaten soll.

Areal: Südlich der Helmut List Halle
Auslober: LLB Immo Kapitalanlagengesellschaft mbH
Grundstück: 12.231 m²
BGF: 24.800 m²
Siegerprojekt: Büro PENTAPLAN ZT GmbH, Graz

Als Hommage an die ehemaligen Industriehallen, in denen produziert, verladen und gelagert wurde, finden sich in den Fassaden des Gebäudes nach Norden und Süden die gestapelten Container wieder. Sie dienen den Bewohnern der angrenzenden Wohnungen in den Laubengängen als Abstellboxen direkt vor der Haustür oder Raum für kleine Werkstatt- oder Arbeitsbereiche.

PENTAPLAN

Abbildung PENTAPLAN – Einblick in “Die Neuen Hallen”

Wettbewerb “Cool City”

StudentInnenwohnheim, Wohnungen, Geschäfte und Kinderbetreuung
Areal: Gegenüber der Helmut List Halle, nördlich gelegen.
Auslober: Baumeister DI Jörg Jandl in Kooperation mit der Stadt Graz
Siegerprojekt: Architekt DI Georg Eder, Graz

Architekt DI Georg Eder spricht von einem prägenden Standort, den es in dem Wettbewerb zu entwickeln gegolten habe. Die Funktionen vom Studierendenheim über die Wohnungen bis hin zu den Geschäfts- und Gastronomiezonen werden in vier gesonderten Baukörpern untergebracht. Dank der einfachen Grundstruktur komme der Fassadenqualität eine entscheidende Rolle zu. Ein ruhiger Innenhof sowie zahlreiche halböffentliche und öffentliche Zonen sorgen trotz der hohen Dichte für Qualität.

GEORG EDER

Abbildung Architekt Georg Eder

Architekturwettbewerb Schulcampus

Im August 2015 wurde ein EU weit offener, zweistufiger Architekturwettbewerb zur Errichtung eines Schulcampus für eine Volksschule und eine Neue Mittelschule ausgelobt. Insgesamt 74 Projekte aus mehreren Ländern wurden von der Jury bewertet, zehn davon schafften es in die entscheidende zweite Runde. Dort gab es dann ein einstimmiges Votum für den Entwurf der aus Heidelberg gebürtigen Architektin DI Alexa Zahn, MSc, mit Büro in Wien. Ihr Projekt entsprach der Aufgabenstellung am besten – sowohl die Bauweise als auch der Betrieb und das pädagogische Konzept mit einem Schwerpunkt auf urbane Technologien, Ökologie, Nachhaltigkeit und Mobilität sollen den strengen Vorgaben einer Smart City entsprechen, die Schulräumlichkeiten und großzügigen Freibereiche werden eine vielfältige und flexible Nutzung erlauben – und auch zum Teil der Bevölkerung in den unterrichtsfreien Zeiten für Veranstaltungen, Lesungen der Sport zur Verfügung stehen.

Die Volksschule wird im Herbst 2019 eröffnet. Als zweiter Baustein wird die Neue Mittelschule errichtet.

Architektin Alexa Zahn

Abbildung Architektin Alexa Zahn, Schulcampus Smart City Graz Waagner Biro

Wettbewerb Gestaltung Öffentlicher Raum

Zur Gestaltung des künftigen Öffentlichen Raumes in der My Smart City Graz wurde ein Architekturwettbewerb von der Stadt Graz durchgeführt. Nicht weniger als zwölf Themenfelder umfasste der EU-weit ausgeschriebene Ideenwettbewerb für die Gestaltung und Möblierung der öffentlichen Räume für die Smart City Graz. Den Sieg teilten sich zwei Grazer Projekte – jene von freiland Umweltconsulting ZT GmbH mit Architekturbüro Josef Hohensinn und das Atelier für Architektur der beiden Architekten Thomas Pilz und Christoph Schwarz. Die Vorschläge werden jetzt von der Stadt Graz gemeinsam mit InvestorInnen, GrundeigentümerInnen und interessierten BürgerInnen zu einem endgültigen Projekt weiterentwickelt. >Weitere  Infos

AAPS - Atelier für Architektur - Pilz Schwarz

Abbildung: AAPS – Atelier für Architektur – Pilz Schwarz

Architekturwettbewerb My Smart City Graz Mitte & Nord

Fast 500 Wohnungen, rund 10.000 Quadratmeter Flächen für Geschäfte, Gastronomie, Büros, Kanzleien und Ateliers, großzügige Frei- und Grünräume, Kinderspielplätze und Abstellflächen für knapp 500 Pkw’s und 900 Fahrräder. Den Architekturwettbewerb für diese innovative Stadtteilentwicklung holte sich einstimmig das Grazer Büro Nussmüller Architekten ZT GmbH. Insgesamt werden in den energieeffizienten, ressourcenschonenden und emissionsarmen Stadtteil My Smart City Graz mit höchster Lebensqualität rund 3.000 Menschen leben, die Gesamtinvestitionen betragen etwa 350 Millionen Euro.

In dem rund zwei Hektar großen Planungsgebiet werden dem Entwurf der siegreichen Architekten zufolge 438 Wohnungen und etwas mehr als 10.000 Quadratmeter Gewerbeflächen entstehen. Fünf Investoren – die WEGRAZ, Haring Group, TRIVALUE Real Estate Investments – werden die Umsetzung des Entwurfs in Angriff nehmen. Den Zielen einer Smart City folgend, werden im gesamten Planungsareal der My Smart City Graz auf etwa 127.000 Quadratmeter Fläche neueste Energietechnologien zur Anwendung kommen, die Bereiche Wohnen, Arbeiten und Freizeit sowie eine bedarfsgerechte Nahversorgung werden berücksichtigt. Attraktive öffentliche Parks und Plätze bilden wichtige Lebensräume für die Bevölkerung, ein schonender Umgang mit der Umwelt soll durch die Umsetzung zukunftsfähiger Energie-und Verkehrskonzepte erreicht werden.

My Smart City Nord

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Abbildungen: Nußmüller Architekten